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Best Practices
10 Min. Lesezeit
Feb. 2026

Entwaldungsfreie Lieferketten aufbauen

Entwaldungsfreie Lieferketten sind kein Selbstzweck – sie sind eine gesetzliche Pflicht nach der EUDR und ein strategischer Wettbewerbsvorteil. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Unternehmen vorgehen.

Schritt 1: Lieferanteninventar erstellen

Der erste Schritt zum Aufbau entwaldungsfreier Lieferketten ist die vollständige Erfassung aller relevanten Lieferanten. Dazu gehören nicht nur direkte Lieferanten, sondern auch Tier-2- und Tier-3-Lieferanten, sofern sie EUDR-Rohstoffe produzieren.

Für jeden Lieferanten sollten folgende Informationen dokumentiert werden:

  • Name, Adresse und Kontaktdaten
  • Rohstoffe und Produktmengen
  • Herkunftsländer und -regionen
  • Bestehende Zertifizierungen (FSC, PEFC, Rainforest Alliance etc.)
  • Verfügbare Geokoordinaten

Schritt 2: Geokoordinaten erheben

Die EUDR verlangt Geokoordinaten für alle Anbauflächen. Die Erhebung ist eine der größten Herausforderungen – insbesondere bei Kleinbauern in Entwicklungsländern. Folgende Methoden haben sich bewährt:

Mobile App-basierte Felderfassung

Lokale Partner oder Agrarberater erfassen die GPS-Koordinaten direkt vor Ort per Smartphone-App. OriginPulse bietet eine einfach zu bedienende Felderfassungs-App, die auch offline funktioniert.

Satellitenbasiertes Plot-Mapping

Für bereits bekannte Anbauregionen können Plots per Satellitenbildanalyse und Polygon-Zeichnung erfasst werden. Moderne KI-Modelle können landwirtschaftliche Flächen automatisch abgrenzen.

Kooperativen-Daten nutzen

Viele landwirtschaftliche Kooperativen erfassen GPS-Daten ihrer Mitglieder. OriginPulse integriert bestehende Kooperativen-Datenbanken und kann vorhandene Daten direkt verarbeiten.

Schritt 3: Satellitenanalyse der Anbauflächen

Sobald Geokoordinaten vorliegen, muss jede Fläche auf Entwaldung nach dem 31. Dezember 2020 geprüft werden. OriginPulse kombiniert mehrere Satellitenquellen für eine zuverlässige Analyse:

  • Optische Daten (Sentinel-2): Hochauflösende Bilder für klare Entwaldungsdetektion
  • SAR-Radar (Sentinel-1): Wolkenunabhängige Analyse für tropische Regenwaldregionen
  • Globale Entwaldungsdaten: Global Forest Watch, Hansen-Datensatz und EU-Referenzdaten

Schritt 4: Risikobewertung und Risikominimierung

Nach der Satellitenanalyse folgt die strukturierte Risikobewertung. OriginPulse vergibt automatisch Risikostufen:

  • Grün (Geringes Risiko): Keine Entwaldung nach 31.12.2020 detektiert, Herkunftsland niedrig eingestuft
  • Gelb (Mittleres Risiko): Unsichere Datenlage oder mittleres Länderrisiko – weitere Prüfung empfohlen
  • Rot (Hohes Risiko): Entwaldungsereignis detektiert oder Hochrisikoland – sofortiger Handlungsbedarf

Schritt 5: Kontinuierliches Monitoring einrichten

EUDR-Compliance ist kein einmaliges Projekt, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Entwaldungsrisiken ändern sich jährlich mit neuen Ernten und neuen Entwaldungsereignissen. OriginPulse bietet:

  • Jährliche automatische Aktualisierung aller Analysen
  • Frühwarnbenachrichtigungen bei neuen Entwaldungsereignissen
  • Automatische DDS-Verlängerung bei unveränderten Verhältnissen
  • Monitoring-Dashboard für das gesamte Lieferantenportfolio

Best Practices für die Umsetzung

Basierend auf unserer Erfahrung mit Mittelstandsunternehmen empfehlen wir:

  • Mit den größten Lieferanten beginnen (80% der Menge = 20% der Lieferanten)
  • Kooperativen als Multiplikatoren nutzen für Kleinbauern-Daten
  • EUDR-Anforderungen in Einkaufsverträgen verankern
  • Lieferanten-Schulungen anbieten (OriginPulse liefert Materialien)
  • Technologie frühzeitig einsetzen statt manuell vorzugehen

Entwaldungsfreie Lieferketten automatisiert aufbauen

OriginPulse übernimmt alle fünf Schritte automatisch. Statt monate- und wochenlanger manueller Arbeit erledigen Sie den Aufbau entwaldungsfreier Lieferketten in 48 Stunden.

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